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Katharina Kunter: „Es gibt keinen Gott“ – über das schwierige Verhältnis von Kirche und Staat im Kommunismus.

Februar 10 @ 6:00 p.m. - 8:00 p.m.

Professor Katharina Kunter: „Es gibt keinen Gott“ – über das
schwierige Verhältnis von Kirche und Staat im Kommunismus.

Als der sowjetische Kosmonaut Jurij Gagarin 1961 nach 108 Minuten im Weltall auf
die Erde zurückkehrte, soll er gesagt haben, einen Gott habe er dort nicht gesehen.
In der kommunistischen Ideologie war die Religion, nach Karl Marx, nur Opium für
das Volk. Dennoch mussten sich die kommunistischen Systeme des 20.
Jahrhunderts darauf einstellen, dass viele Menschen an ihrem Glauben festhielten.
Das führte zu administrativen und gesellschaftlichen Einschränkungen des religiösen
Lebens und zu Versuchen, auch indirekt Einfluss zu nehmen, zum Beispiel durch
geheimdienstliche Unterwanderung.
Der Vortrag beleuchtet, wie Kirche und Christentum unter den ideologischen und
politischen Zwängen der kommunistischen Herrschaft zu einem „Ausnahmefall“
wurden – reduziert auf einen kleinen „Flickenteppich“ ohne staatliche Anerkennung.
Im Einzelnen werden folgende Themen angesprochen: –
Ideelle und historische Voraussetzungen – –
Trennung von Kirche und Staat in der kommunistischen Religionspolitik
Kirchliche Existenz als nicht vorgesehener Ausnahmefall
Prof. Dr. Katharina Kunter lehrt Kirchliche Zeitgeschichte an der Theologischen
Fakultät der Universität Helsinki.

Details

  • Datum: Februar 10
  • Zeit:
    6:00 p.m. - 8:00 p.m.